Der Facharzt oder die entsprechend spezialisierte Therapieeinrichtung behandelt, wenn keine besondere Spezialisierung auf die entsprechenden Erkrankungen besteht, einige wenige Fälle jährlich. Wenn der Patient eine solch seltene Erkrankung neu bekommt, wird sie manchmal vom Hausarzt, Internist, Frauen- oder Kinderarzt erst einmal nicht bedacht, weil sie so selten ist - was den Weg bis zur definiten Diagnose verzögern kann.
Dem entspricht bei chronischen Erkrankungen eine Betroffenheit von >0,02% (1:5000) und bei akuten Erkrankungen eine Häufigkeit von >0,04% (1:2500) mindestens einmal im Leben.
Beispiel:
Zahl der HIV-Infizierten in Deutschland. Noch seltenere Erkrankungen werden in Gesundheit heute nur dann behandelt, wenn sie auch für den Laien von Interesse sind, wie z.B. die Malaria, die mit 1500 bekannten Erkrankungsfällen in Deutschland statistisch zwar selten ist, aber für Fernreisende trotzdem eine große Gefahr darstellt.
Hypersplenismus: Überaktivität der Milz mit der Folge eines Mangels an roten und weißen Blutkörperchen und Blutplättchen.
Arbeitet die Milz ungehemmt, so entfernt sie zu viele Blutzellen aus dem Kreislauf. Kann das Knochenmark nicht (mehr) ausreichend Blutzellen „nachproduzieren“, so kommt es zu einem Mangel an Blutkörperchen im Blut. Die Ursachen des Hypersplenismus entsprechen denen der Splenomegalie.
Das macht der Arzt
Der Hypersplenismus wird nachgewiesen durch eine nuklearmedizinische Untersuchung mit radioaktiven Substanzen, mit denen der Arzt die Lebensdauer der Blutzellen bestimmen kann. Die Behandlung entspricht der der Splenomegalie.